Von der LUst eine Frau zu sein – nach Gottes Plan 

Die Frage, was eine Frau im Kern wirklich ausmacht, bewegt Gesellschaften aller Zeit. Seit Jahrhunderten versuchen sie die Kuriosität „Frau“ objektiv und universell zu beschreiben. In einem Jahrhundert wird sie als Göttin und Königin verherrlicht, im nächsten als Hexe und Verführerin geschmäht. Und selbst in den letzten 50 Jahren hatte es das Weibliche nicht wirklich leicht. 

Wie schön wäre da eine Wahrheit, die sich nicht dem Anspruch des Zeitgeistes aussetzen muss; die nicht beweisen muss, dass Frauen die besseren Männer sind; die nicht auf Biegen und Brechen eine Gleichheitsideologie durchsetzen muss, sondern eine, die die geschöpfliche Andersartigkeit respektieren, ja sogar ehren kann – einfach weil sie schön ist.

Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet vom katholischen Glauben eine lebendige Quelle der Kraft für die weibliche Identität ausgeht? Doch gerade ihre psychologisch tiefgründigen Wahrheiten mit Ewigkeitscharakter erheben und erbauen die weibliche Seele.  

She’s holy & rich

She’s holy & rich

#8

Zwischen Abgrund und Urvertrauen

22. September 2019

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Wenn man hinter die Kulisse der Wirtschaft, der Politik oder gar mancher Beziehung blickt, zeigt sich oft ein seltsames Bild. Statt eines harmonischen und respektvollen Miteinanders von Männern und Frauen, das wir hätten eigentlich erwarten müssen nach dem großen Wurf der Emanzipation, begegnen uns Dominanz- und Unterwerfungsgehabe auf beiden Seiten. Sowohl Männer als auch Frauen nehmen Kleinigkeiten zum Anlass für ein Kräftemessen. Erst wenn ein Zustand des „ich = oben; du = unten“ erreicht ist, scheinen sie zufrieden zu sein. Bis zum nächsten Anlass. Welchen Preis haben wir nur für die Emanzipation gezahlt?

Die Emanzipation der Frau sollte die carte blanche in eine neue Welt sein. Eine Welt in der Frauen endlich die Chance haben sollten, ein unabhängiges Leben zu führen, allein in teuren Wohnung zu leben, aus dem Pool hervorragender Jobs den besten auszuwählen und mit so vielen Männern schlafen zu können ohne nur einen einzigen Gedanken an deren schmutzige Wäsche oder die Erfüllung anderer Bedürfnisse verschwenden zu müssen. Frauen sollten endlich ins „Haben“ kommen.

Um dorthin zu gelangen, haben sie ihr archetypisches „Sein“ geopfert. Das archetypische Sein des Weiblichen, das in der Psychologie von C. G. Jung aber auch vielen anderen mit Beziehung gleichgesetzt wird, schien besonders den Feministinnen unzweckmäßig für ihre Ziele. Sie haben gemeint, dass Macht in einer patriarchalen Welt nur mit Androzentrismus, d.h. männlichen Denk- und Handlungsmustern, erreicht werden könne. Sie schlossen daraus, den Archetyp des Weiblichen überwinden und den Archetyp des Männlichen idealisieren zu müssen. Das hat ihnen zwar die Türen in so manches Vorstandbüro geöffnet, aber eben auch das Urvertrauen in eine göttliche Ordnung zwischen den beiden Geschlechtern zerstört.  …

#7

Vom teuersten Gefäß der Welt

8. September 2019

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©Kristina Makeeva

Bei einer Auktion in England wurde eine 270 Jahre alte chinesische Vase für umgerechnet ca. 60 Millionen Euro versteigert. Sie ist damit das teuerste Gefäß der Welt. Das ist für sich genommen noch nichts besonderes, legen Sammler für seltene chinesische Vasen ja schon mal Millionen hin. Erstaunlich ist nur, dass etwas so Zartes und Zerbrechliches, einen so hohen Wert hervorrufen kann. Gilt das für jedes zarte Ding?

Ihr Männer ebenso, wohnt bei ihnen [den Frauen] mit Einsicht als bei einem schwächeren Gefäß, dem weiblichen, und gebt ihnen Ehre als solchen, die auch Miterben der Gnade des Lebens sind, damit eure Gebete nicht verhindert werden.“ (1. Petrus 3,7). Während die chinesische Vase wahrscheinlich Anerkennung und Bewunderung auslöst, ruft Petrus Feststellung über die Frau vermutlich eher ein „Hallo! Geht’s noch?“ hervor.

Warum sollte man denn mit Einsicht bei einer Frau wohnen müssen und wieso bloß sollten Frauen ein schwächeres Gefäß sein? Viele von ihnen stehen tagtäglich ihren Mann! Von Schwäche keine Spur. Eine andere Reaktion könnte auch sein: Wieder mal typisch für die patriarchale, katholische Kirche. Was für ein Männerverein. …

#6

Wo bist Du?

25. August 2019

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Von Martin Buber stammt folgende Anekdote. Ein junger Mann fragt einen Weisen: „Wie ist es zu verstehen, dass Gott, der Allwissende, zu Adam spricht: Wo bist Du? Wenn Gott doch der Allwissende ist, warum muss er ihn dann fragen?“ Der Weise antwortet ihm: „Gott ruft Adam nicht, weil er etwas von ihm erfahren möchte; er ruft ihn, weil er damit etwas bewirken möchte.“ Adam versteckte sich vor der Rechenschaft und drückte sich vor der Verantwortung. Adam? Der war in Wirklichkeit ich. Wie er versteckte ich mich – nicht hinter einem Feigenblatt, aber hinter einer dicken Mauer aus Leistungs- und Karrieredenken. 20 Jahre lang drückte ich mich vor Verantwortung für die Lebenslügen, die ich um mich herum aufgebaut hatte.

Mit 31 Jahren begann meine Mauer zu wackeln. Nicht wie nach der Sprengung eines Hochhauses: ein Knall und alles fällt in sich zusammen. Das wäre schön gewesen. Danach hätte ich einfach aufräumen und neu anfangen können. Anpacken, das beherrschte ich perfekt. Aber, so leicht ging es nicht. Vielmehr musste ich Stein für Stein meines inneren Gefängnisses selbst abtragen. Das war nicht nur mühsam, sondern auch gegen meinen Willen. Hatte ich doch eisern versucht, an dem grandiosen Bild einer modernen Frau, das ich mir in den Kopf gesetzt hatte, festzuhalten. …

#5

Eine Frau ist eine Frau ist Gottes Geschenk

11. August 2019

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Über das tatsächliche Leben von Adam und Eva steht nicht viel in der Bibel. Auf ganz wenigen Seiten nur wird das Wesentliche der ersten Menschen skizziert. Sie sollen vollkommene Menschen gewesen sein in einer vollkommenen Umgebung ohne Not, ohne Krankheit, ohne Tod. Paradies wurde diese Umgebung genannt und sie hätten es ewig haben können, hätte die Geschichte nicht ihren (für Gott wohl vorhersehbaren) schicksalhaften Verlauf genommen. Wer aber waren diese ersten beiden Menschen? Wie waren sie? Und was hatte Gott eigentlich wirklich von ihnen erwarten können in einem Garten mit Rundumvollversorgung?

Womit er besser hätte rechnen sollen, bringt Paul Watzlawick in seiner Anleitung zum Unglücklichsein auf den Punkt: „Nichts ist schwerer zu ertragen, als eine Reihe von guten Tagen.“ Dieser schonungslosen Schlussfolgerung liegt ein Weltbild zugrunde, demnach der Mensch von jeher undankbar und stur ist, und man gar nichts anderes von ihm erwarten kann als unvernünftige Entscheidungen. Was aber ist, wenn Gottes Plan für Adam und Eva gar nie in einem faden, paradiesischen Glück, sondern von Anfang an darauf ausgerichtet war, eine bestimmte innere Haltung zu lernen?

Von Mose wissen wir: „Gott erschuf den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes erschuf er ihn. Männlich und weiblich erschuf er sie“ (1. Mose 1,27). Etwas später erfahren wir, dass Gott Adam aus Staub formte und ihn in den Garten Eden setzte. Nach einiger Beobachtung sinniert Gott: „Nicht gut ist, dass der Mensch allein sei“ (1. Mose 2,18). Kurz darauf baute er Eva. Eva beginnt also nicht erst mit der berühmten Rippe, sondern bereits mit dem Sinnieren Gottes über den Zustand der Welt. Ihr Wesen leitet sich aus Gottes rechtem Urteil über die Welt ab. …

#4

Echte Identität

Jede Frau hat sich wahrscheinlich schon mal die Frage gestellt: Wer bin ich wirklich? Die Antwort auf diese Frage ist existentiell. Je nachdem wie sie ausfällt, bringt sie einen gesunden, stabilen oder einen ungesunden, instabilen Selbstwert hervor – und dieser bedingt dann das ganze Leben. Wer ist eigentlich berechtigt bzw. überhaupt befähigt, auf diese folgenreiche Frage zu antworten?

#3

Wege der Weiblichkeit

Ich habe – wie wahrscheinlich die meisten von uns – alle möglichen Instruktionen für ein funktionierendes Leben bekommen. Hilfreich, eine richtige Frau zu werden, waren aber nur wenige. Dafür war ich mit meinem 30. Lebensjahr promoviert, hatte den Start ins Berufsleben gemeistert und eroberte in Rekordzeit sämtliche Männerdomänen. Alle naselang demonstrierte ich meine vermeintliche Stärke und selbstgefällige Unabhängigkeit als Frau. Und was hatte ich davon? Ein zermürbtes Herz und Risse in meine Beziehungen.

#2

Würde der Frau

Wer hätte gedacht, dass die Würde der Frau, ihren Ursprung in einer Aussage findet, die schon oft, sagen wir es mal so: „ungünstig“ für die Frauen ausgelegt wurde: „ER, Gott sprach: Nicht gut ist, dass der Mensch allein sei, ich will ihm eine Hilfe machen, ihm Gegenpart.“ Was hat es mit diesem Hilfsangebot für Adam auf sich?

ÜBER HLY&RCH

HLY&RCH steht für eine Denkweise, die die Gedanken von Frauen über sich selbst und Männer erhebt zu „bewusstem Sein“ bzw. Gottesbewusstsein. 

Gottesbewusstsein bedeutet, dass wir von uns selbst und anderen so denken, wie Gott von uns denkt. Wenn man sich selbst und andere geringer schätzt als das, was Gott sich von uns vorgestellt hat, setzt man sein Gedankenniveau herab, verschmutzt seine Gefühlswelt und trennt sich von der Quelle des Lebens. Jeder Mensch hat aber etwas in sich, das ihn direkt mit der Quelle des Lebens verbinden kann, wenn es nur auf „Empfangen“ – ein weibliches Prinzip – gestellt ist.

Der Blog „She’s holy & rich“ ist ein Fenster, durch das diese Denkweise scheinen und sein Licht mit allen teilen will, die die Selbstquälerei hinter sich lassen und heil werden wollen. Denn alles was heil ist, ist echt, ist ganz, ist heilig. Aus dieser Heiligkeit speist sich ein reiches und erfülltes Leben. 

Was sonst als ein reiches und erfülltes Leben soll auch passieren, wenn wir Frauen uns wieder mit der unendlichen Intelligenz einer göttlichen Denkweise verbinden und ihr Licht in uns leuchten lassen?

Eure Caroline